Mauritius Roadtrip
Das LUX Belle Mare war unser erster Stopp auf der Mauritius-Rundreise und ein wirklich gelungener Einstieg. Das Resort liegt direkt an einem traumhaften Strand an der Ostküste. Weißer Sand, türkisblaues Wasser, ruhige Lagune hinter dem Korallenriff. Die Zimmer sind großzügig geschnitten und das Personal war durchweg super freundlich und hilfsbereit. Das Essen war sensationell lecker, sowohl im Hauptrestaurant, wie auch in den Spezialitätenrestaurants.
Das LUX Belle Mare ist ein Familienhotel. Wer Ruhe und Zweisamkeit ohne Trubel sucht, sollte vielleicht ein anderes Hotel in Betracht ziehen.
Ehrlich gesagt hatten wir nicht allzu viel erwartet. Ein Botanischer Garten klingt zunächst nach Pflichtprogramm. Doch der Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden in Pamplemousses hat uns eines Besseren belehrt. Wunderschön angelegt und eine unglaubliche Vielfalt an Bäumen und Pflanzen. Wir hatten leider einen Regentag erwischt. Trotz des Wetters haben wir den Besuch nicht bereut. Wer auf Mauritius ist und einen halben Tag übrig hat, dem kann ich den Botanischen Garten ohne Zögern empfehlen.
Nächster Stopp – das Paradise Cove Hotel. Eingebettet in eine kleine Bucht, nur für Erwachsene, und das merkt man sofort. Die Anlage hat Ruhe und eine gewisse Eleganz, die man bei einem Adults-only-Hotel erwartet. Service war in Ordnung – solide, ohne dass wir uns hätten beschweren können. Die Tische fürs Abendessen waren wunderschön angerichtet und sehr weitläufig verteilt. Am Pool, an der Bucht und auch klassisch im Restaurant. Das Essen war lecker und gehobenes Niveau.
Das Sands Suites Resort & Spa liegt direkt am wundershönen Strand von Flic en Flac. Das Hotel selbst hat seine besten Jahre hinter sich, was man an der ein oder anderen Ecke merkt. Das Personal ist jedoch ausgesprochen freundlich, was vieles wettmacht. Beim Essen sollte man die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Uns hat es nicht sonderlich geschmeckt.
Wir haben uns für eine private Bootsfahrt entschieden, die insgesamt drei Stunden gedauert hat und das hat sich absolut gelohnt.
Auf dem Weg zu unserer nächsten Unterkunft, haben wir weitere Sehenswürdigkeiten in Angriff genommen und mit der Teefabrik Bois Chéri gestartet, der ältesten Teeplantage auf Mauritius. Das Teehaus zur Verkostung liegt auf einer Anhöhe und bietet einen wirklich schönen Blick über die grünen Hügel der Umgebung. Sieben verschiedene Teesorten stehen zur Auswahl und die Verkostung ist unkmpliziert.
Weiter ging es zum Chamarel-Wasserfall und zur Siebenfarbigen Erde – beides lässt sich nur gemeinsam besuchen, da der Eintritt in den Geopark beide Attraktionen einschließt. Der Wasserfall stürzt rund 100 Meter in die Tiefe und ist von dichtem Grün umgeben.
Im Park kommt man dann direkt zu den Siebenfarbigen Erde von Chamarel. Vulkanische Asche hat sich hier über Jahrtausende in Schichten aus Rot, Braun, Violett, Gelb und weiteren Tönen abgelagert. Das Areal ist überschaubar, der Anblick aber tatsächlich so ungewöhnlich, dass man kurz innehält.
Das Paradis Beachcomber liegt wunderschön au der Halbinsel Le Morne. Die Anlage ist weitläufig und toll gestaltet, das Niveau durchweg hoch.
Besonders begeistert hat uns das Sportangebot. Golfer finden direkt am Resort einen eigenen Platz vor – mit Blick aufs Meer. Aber auch wer keinen Schläger in der Hand hält, kommt voll auf seine Kosten. Wassersport steht hier ganz oben auf der Liste: Schnorcheln, Wasserski und vieles mehr ist alles inklusive. Ebenso E-bikes, Fitnesskurse, Tennis und Paddelplatz – alles dabei. Uns hat es hier super gefallen und die Sonnenuntergänge waren ein ganz besonderes highlight.
Das Heritage Le Telfair Golf & Wellness Resort im Süden von Mauritius. Die Anlage ist im Kolonialstil gehalten und das konsequent. Von den weißen Holzveranden über die gepflegten Gartenanlagen bis hin zu den Details in den Zimmern. Man ist direkt zurück im 19 Jahrhundert. Im Hotel gibt es für jeden Gast eine persönliche Betreuerin die sich um Restaurantbesuche und sonstige Aktivitäten kümmert. Der Golfplatz Le Château liegt direkt am Resort und ist gut gepflegt. Wer noch mehr spielen möchte, hat über die Kooperation mit La Réserve Zugang zu einem weiteren Platz.
Hier endet unsere Reise. Wir haben im Osten begonnen und fahren nun vom südlichen Teil zurück an den Flufhafen.
Mein Fazit
Mauritius ist eine Insel, die man am besten vom Wasser aus erlebt – nicht unbedingt von der Straße. An Land hält sich das Sehenswerte in Grenzen, und wer gezielt etwas unternehmen möchte, ist mit einem gebuchten Ausflug oft besser bedient und es braucht keinen Mietwagen.
Was wirklich begeistert, spielt sich auf und im Wasser ab. Schnorcheln, Glasbootfahrten, Wasserski – das Angebot ist vielfältig und die Bedingungen dafür schlicht ideal. Hier liegt das eigentliche Herzstück von Mauritius.
Was die Hotels angeht, haben wir eines gelernt. Die Qualität des Essens schwankt erheblich und das merkt man spätestens beim Abendessen. Unsere klare Empfehlung lautet deshalb All-inclusive buchen, denn auch hier sind in den Resorts weitere Restaurants inkludiert. Wir hatten durchgehend Halbpension und die Nebenkosten haben sich schnell summiert. Ein Sandwich und ein Getränk mittags – schon sind 50 Euro weg. Die Preise sind hier völlig überteuert.
Unser persönliches Highlight war das Paradis Beachcomber auf der Halbinsel Le Morne. Der lange Strand und die wunderschönen Sonnenuntergänge.










